Workshop zur Borderline-Persönlichkeitsstörung am 19. und 20. Januar 2019

Liebe Psychos,

nach einer gelungenen Weihnachtsfeier und hoffentlich erholsamen freien Tagen hat die Fachschaft schon wieder etwas Spannendes für euch vorbereitet:

Am Samstag, den 19.01.19 und Sonntag, den 20.01.19 wird (jeweils von 09:00 bis 18:00 Uhr) ein zweitägiger Workshop zur Borderline-Persönlichkeitsstörung bei Sebastian Hermes stattfinden. Eine detaillierte Beschreibung der Seminarinhalte findet ihr unten.

Wenn ihr Lust und Zeit habt, meldet euch bis spätestens zum 11.01.19 unter workshops(ät)fs-psychologie-bonn.de verbindlich für das Seminar an. Schickt uns dabei bitte euren vollständigen Namen, ob ihr im Bachelor oder Master seid und in welchem Semester sowie euer Geburtsdatum. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Teilnehmer*innen begrenzt. Also beeilt euch mit der Anmeldung, denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ob ihr dabei seid erfahrt ihr nach dem 11.01.19 durch eine Bestätigungsmail.
Wir freuen uns über viele Interessierte und auf einen spannenden Workshop!

Viele liebe Grüße
Eure Fachschaft

 

Beschreibung der Seminarinhalte: 

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Verstehen und Erkennen
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist als äußerst komplexes Störungsbild für viele Psychotherapeuten maximal herausfordernd. Vielen psychischen Störungen liegt ein Defizit der Emotionsregulation zu Grunde oder es kommt im Rahmen einer Psychotherapie zu unerwarteten interaktionellen Schwierigkeiten; dafür ist es unabdingbar, sich hinreichende Expertise im Bereich der Interaktions- oder Emotionsregulations-Störungen anzueignen.
Das Seminar soll einen Einblick in die Entstehung und Aufrechterhaltung der Borderline-Persönlichkeitsstörung geben und Heuristiken zum besseren Verständnis von komplexen Interaktionsschwierigkeiten vermitteln. Dabei wird sich sowohl auf das neurobehaviorale Entstehungsmodell der Emotionsregulationsstörung (nach Bohus, 2002) und auf das Modell der doppelten Handlungsregulation (Sachse, 1999) bezogen. Gleichzeitig soll motivationspsychologisches Hintergrundwissen vermittelt werden, aus dem auch praktische Empfehlungen zum therapeutischen Umgang mit persönlichkeitsgestörten Patienten abgeleitet werden können. Vereinzelte Übungen zur Behandlung von Emotionsregulationsstörungen aus dem Interaktiven Skillstraining (Bohus & Wolf-Arehult, 2012) sollen praktisch veranschaulicht werden.

 

Literatur

Bohus, M. (2002). Borderline-Störung. Fortschritte der Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Bohus, M. & Wolf-Arehult, M. (2013). Interaktives Skillstraining für Boderline-Patienten. Das  Therapeutenmanual. Stuttgart: Schattauer.

Dulz, B., Herpertz, S. C., Kernberg, O. F. & Sachsse, U. (Hrsg.) (2011). Handbuch der Borderline-Störungen. Stuttgart: Schattauer.

Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Püschel, O. & Sachse, R. (2009). Eine motivationstheoretische Fundierung Klärungsorientierter Psychotherapie. In R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil & O. Püschel: Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie (pp. 89-116). Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2012). Persönlichkeitsstörungen verstehen. Zum Umgang mit schwierigen Klienten (8. Aufl.)

Sachse, R., Breil. J. & Fasbender, J. (2009). Beziehungsmotive und Schemata: Eine Heuristik. In R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil & O. Püschel: Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie (pp. 66-88). Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R., Sachse, M. & Fasbender, J. (2011). Klärungsorientierte Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.